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Was ist eine Dehnfuge? Warum reißen Fliesen oder hebt sich der Laminatboden?

Jedes Bauwerk „arbeitet“, sei es durch das sogenannte Setzen des Bauwerkes, durch die dauernde Beanspruchung, wie z. B. der Badewanne, der Toilette, dem Waschbecken und nicht zuletzt durch permanente Umwelteinflüsse.

Dehnfugen werden an Übergängen wie zum Beispiel Boden zu Wand, Wand zu Wand oder Badewanne, Waschbecken und Toilette zu Wand/Boden angebracht. Geflieste Flächen benötigen zudem alle 6 Meter eine dauerelastische Dehnfuge.
Bei Laminatböden läßt man in der Regel 1 cm freien Rand zu den Wänden, um Spannungen und sogenanntes „Hochkommen“ der Stöße zwischen den einzelnen Laminatbrettern im Belag zu vermeiden. Diese Lücke wird dann durch Sockelleisten verdeckt.

Eine elastische Verfugung in gefliesten Bereichen wird meist mit Silikon vorgenommen und nimmt die Bewegungen im Untergrund (z. B. im Estrich) auf. Ohne eine solche Silikon-Dehnfuge können Ihre Fliesen reißen und sich letztendlich von Boden oder Wand lösen. Leicht kann man sich an gerissenen Fliesen Verletzungen zufügen.
Zudem dient eine Silikonfuge, gleich der zementären Fliesenfuge, als Abdichtung um ein Eindringen von Wasser zu vermeiden.

Dringt in eine aufgerissene Fuge Wasser ein, so kann es im Innenbereich zu gesundheitsschädlicher Schimmelbildung führen. Im Außenbereich kann das eingedrungene Wasser bei kalten Temperaturen gefrieren und den darüberliegenden Belag regelrecht „aufsprengen“.



Warum Silikonsanierung? Woher kommt der Schimmel?

Silikonfugen sind Wartungsfugen. Das heißt, dass eine regelmäßige Kontrolle dieser Fugen zwingend notwendig ist, um oben genannte Schäden zu vermeiden. In der Regel sollte eine Silikonfuge alle 6-8 Jahre ausgetauscht werden, da durch Feuchtigkeit, Reinigungsmittel, UV-Einstrahlung oder einfach durch die tägliche Beanspruchung das Silikon seine Elastizität verliert.
Das führt dazu, das eine Silikonfuge aufreißt, Wasser kann eindringen und, wie oben bereits beschrieben, gesundheitsschädlicher Schimmel kann sich ungehemmt ausbreiten.

Um Schimmelbildung generell zu vermeiden, sollte stets auf ein ausreichendes Lüften der Räume (am besten „Stoßlüftung“) geachtet werden. Sollte es trotz ausreichender Belüftung zu Bildung von Schimmelpilzen kommen, könnte unter Umständen ein Schaden vorhanden sein, der unbedingt vor den Sanierungsmaßnahmen erkannt und behoben werden muss. Dies könnte zum Beispiel ein Leck in einer wasserführenden Leitung oder eine Undichtigkeit an der Fassade oder im Dach (auch Fallrohre und Regenrinnen prüfen!) sein. Auch undichte Fundamente oder Kellerwände können zu einem Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich führen.

Fakt ist: Schimmel braucht Feuchtigkeit. Vor einer Schimmelbeseitigung muss immer die Ursache erkannt und behoben werden, um dem Schimmel dauerhaft die „Nahrung“ zu entziehen.